Reiseziel

Mit dem Auto in England

In England fährst Du links, die Tempolimits stehen in Meilen pro Stunde, und für die Einreise brauchst Du neben dem Reisepass eine elektronische Genehmigung. Mautstellen und Umweltzonen funktionieren oft über das Kennzeichen, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Zahlungsfristen vor der Abfahrt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Es gilt Linksverkehr. Stelle die Scheinwerfer Deines Autos vor der Fahrt auf Linksverkehr ein oder klebe sie ab.
  • Einreise: Deutsche Staatsangehörige brauchen den Reisepass, der Personalausweis wird nicht akzeptiert. Dazu kommt vorab eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA).
  • Tempolimits stehen in Meilen pro Stunde (mph).
  • Der Dartford Crossing bei London hat keine Schranken. Die Gebühr zahlst Du online oder telefonisch bis Mitternacht des Folgetags.
  • In London gilt die ULEZ rund um die Uhr, auch für Fahrzeuge aus dem Ausland. Einzelne Städte haben zusätzlich Clean Air Zones.
  • Führe einen Nachweis über Deine Kfz-Haftpflicht mit, etwa die Grüne Karte.
  • Freies Campen mit dem Wohnmobil ist grundsätzlich verboten.

Tempolimits und Fahrregeln

In England gilt Linksverkehr. Im Kreisverkehr fährst Du im Uhrzeigersinn. Ein typischer Fehler ist, zu weit links zu fahren; ein vorausfahrendes Fahrzeug hilft bei der Orientierung.

Die britische Regierung nennt für Pkw diese allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten: innerorts 30 mph (48 km/h), auf Straßen mit einer Fahrbahn außerorts 60 mph (96 km/h), auf Straßen mit getrennten Fahrbahnen und auf Autobahnen jeweils 70 mph (112 km/h). In Wales ist innerorts ein niedrigeres Limit von 20 mph üblich. Örtliche Schilder können andere Werte vorgeben. Für Gespanne und schwere Wohnmobile gelten laut ADAC niedrigere Grenzen.

Die Promillegrenze liegt in England laut Auswärtigem Amt bei 0,8, in Schottland bei 0,5.

Der Highway Code, das amtliche Regelwerk für England, Schottland und Wales, verlangt von Autofahrern, an Zebrastreifen Fußgängern Vorrang zu geben.

Maut, Vignette und Gebühren

Mautpflichtig sind nur einzelne Strecken, nach Angabe des ADAC vor allem der Dartford Crossing, die M6 Toll nördlich von Birmingham und die Mersey-Tunnel samt Mersey Gateway Bridge.

Der Dartford Crossing verbindet auf der M25 beide Themse-Ufer östlich von London. Es gibt keine Schranken, die Kennzeichen werden elektronisch erfasst. Die Gebühr fällt täglich zwischen 6 und 22 Uhr an, auch am Wochenende und an Feiertagen. Du musst sie bis Mitternacht des Folgetags bezahlt haben, sonst drohen Strafgebühren. Möglich ist eine Einmalzahlung ohne Kundenkonto, außerdem Zahlung per Telefon oder in Verkaufsstellen. Direkt an der Strecke kannst Du nicht zahlen. Motorräder sind befreit.

Die M6 Toll hat Mautstationen, an denen Du mit Karte oder Transponder zahlst. Für die Mersey-Querungen gilt wie in Dartford: im Voraus oder bis Mitternacht des Folgetags. Aktuelle Beträge nennen die Betreiber der jeweiligen Strecke.

Umweltzonen und Fahrverbote

In London gilt die Ultra Low Emission Zone (ULEZ). Sie umfasst alle Stadtbezirke, aber nicht die M25, und ist rund um die Uhr in Betrieb, nur Weihnachten ausgenommen. Betroffen sind unter anderem Pkw, Motorräder und Transporter bis 3,5 Tonnen. Laut Transport for London müssen auch Halter von Fahrzeugen aus dem Ausland die Abgasstandards erfüllen oder die Tagesgebühr zahlen. Ausländische Fahrzeuge müssen dafür bei der Betreibergesellschaft EPC registriert werden. Der ADAC rät, das mindestens zehn Tage vor der Fahrt zu erledigen.

Außerhalb Londons gibt es Clean Air Zones, zum Beispiel in Bath, Birmingham und Bristol. Sie verlangen von Fahrzeugen, die den Standard nicht erfüllen, eine Tagesgebühr. Der Online-Check der britischen Regierung prüft nur britisch zugelassene Fahrzeuge. Mit einem deutschen Kennzeichen musst Du Dich deshalb vorab beim Betreiber der jeweiligen Zone informieren. Die aktuelle Liste der Städte findest Du auf gov.uk.

Pflichtausrüstung und Licht

Eine besondere Pflichtausrüstung nennt der ADAC für Großbritannien nicht. Er empfiehlt aber, ein Ersatzglühlampenset mitzunehmen. Das gilt nicht für Fahrzeuge mit Xenon-, LED- oder Neon-Scheinwerfern.

Wichtiger ist die Scheinwerfereinstellung. Die Scheinwerfer Deines Autos sind für Rechtsverkehr ausgelegt und blenden in England den Gegenverkehr. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, sie umzustellen oder abzukleben.

Am Heck sollte nach Angabe des ADAC das ovale weiße D-Schild angebracht sein.

Einreise und Papiere

Als deutsche Staatsangehörige brauchst Du für die Einreise nach Großbritannien einen Reisepass. Der Personalausweis wird nicht akzeptiert. Hinzu kommt seit dem 2. April 2025 die elektronische Einreisegenehmigung ETA. Du beantragst sie vorab über die ETA-App oder die offizielle Website der britischen Regierung. Sie gilt für jede reisende Person, auch für Babys und Kinder, und erlaubt Aufenthalte bis zu sechs Monate. Laut IHK Erfurt ist sie zwei Jahre gültig und für mehrere Einreisen nutzbar. Die Regierung warnt vor Websites, die den Antrag nachbauen und mehr verlangen.

Mit einem Führerschein aus der EU oder dem EWR darfst Du in Großbritannien bis zu zwölf Monate nach der Einreise fahren. Führe Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung) und Versicherungsnachweis mit. Die britische Regierung nennt dafür die Grüne Karte oder eine Bescheinigung Deines Versicherers mit den Deckungsdetails.

Besonderheiten unterwegs

Wohnmobil und Camping: Freies Campen ist in Großbritannien grundsätzlich verboten. Der ADAC nennt für Wohnmobile eine Höchstlänge von 12 Metern und eine Höchstbreite von 2,55 Metern. Plane Stellplätze daher auf Campingplätzen. Mehr zu Gas, Maßen und Regeln findest Du im Ratgeber für Wohnmobile.

Linksverkehr in den ersten Stunden: Übe das Anfahren und Einordnen möglichst auf einem ruhigen Parkplatz, bevor Du in den Verkehr fährst. Bei Linksverkehr-Fehlern kann laut ADAC die Kaskoversicherung die Leistung verweigern, wenn Du einen Unfall selbst verursachst. Prüfe vor der Reise, was Deine Versicherung für Großbritannien abdeckt.

Fähren nach England und Großbritannien

Diese Fährstrecken mit Fahrzeug führen in das Land:

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Häufige Fragen

Brauche ich als Deutscher eine ETA für England?

Ja. Deutsche Staatsangehörige, die ohne Visum und nur kurz einreisen, brauchen laut Auswärtigem Amt seit 2025 eine ETA. Sie gilt pro Person, auch für Kinder. Beantragen kannst Du sie über die ETA-App oder die Website der britischen Regierung.

Reicht der Personalausweis für die Einreise?

Nein. Das Auswärtige Amt nennt für deutsche Staatsangehörige den Reisepass als nötiges Dokument. Personalausweise werden nicht akzeptiert.

Muss ich den Dartford Crossing direkt an der Mautstelle bezahlen?

Nein, es gibt keine Schranken und keine Zahlung vor Ort. Du bezahlst online oder telefonisch bis Mitternacht des Tages nach der Überfahrt. Die Gebühr fällt täglich zwischen 6 und 22 Uhr an.

Gilt die ULEZ auch für mein Auto aus Deutschland?

Ja. Transport for London schreibt, dass auch Halter von Fahrzeugen aus dem Ausland die Abgasstandards erfüllen oder die Tagesgebühr zahlen müssen. Die Fahrzeuge müssen zudem registriert werden. Prüfe Deine Abgasnorm auf der Seite von Transport for London.

Wie lange darf ich mit meinem deutschen Führerschein in Großbritannien fahren?

Mit einem Führerschein aus der EU oder dem EWR darfst Du laut britischer Regierung bis zu zwölf Monate ab der Einreise fahren.

Regeln ändern sich. Maßgeblich sind die Angaben der zuständigen Behörden des Landes. Preise, Mautbeträge und Bußgelder nennt McFerry nicht.

Stand und Quellen

Geprüft am 03.10.2026. Diese Seite stützt sich auf: